Saving the Peel

Ich wohne jetzt schon sein ein paar Wochen hier und habe dementsprechend auch schon einige Leute kennen gelernt. Viktor, den ich durchs Eisklettern kenne, erzählte mir dann letzte Woche von einem Konzert, „Playin‘ for the Peel – a real Yukon Party!“, das er organisierte. Am Sonntagmorgen, also am Tag des Konzerts selbst, bekam ich dann eine Nachricht, in der Viktor mich fragte, ob ich ihm nicht helfen könnte. Ich sagte natürlich zu, da ich eh vor hatte hinzugehen und es ja für einen guten Zweck war.
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Bevor ich jetzt aber weiter erzähle, was wie passiert ist, erstmal zu der Hintergrundgeschichte. In den letzten sieben Jahren hat die Regierung hier in der Gegend mit den Bürgern und besonders mit den „natives“ verhandelt, wie viel von dem noch geschützten Land verwendet werden darf, um dort Rohstoffe abzubauen, und welches nicht. Vor zwei Jahren hat sich dann die Regierung verändert. Diese neue Regierung gibt nicht wirklich viel auf die bis dato gelaufenen Verhandlungen und hat einfach gesagt, wir geben 79% des „Peel“, so heißt das Gebiet um das es geht, für die Industrie frei. Jetzt ist natürlich eine Protestwelle ausgebrochen, von der „Playin` for the Peel“ ein Teil ist.
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Zurück zum Geschehen, bei dem ich auch dabei war. Die Türen wurden um 18.00 geöffnet, weshalb ich logischerweise schon ein bisschen früher da sein musste und aufbauen half. Als dann die Türen geöffnet wurden, haben sich Stefan, ein anderer Freund, den ich beim Eisklettern kennen gelernt habe, und ich an die Tür gesetzt. Das Konzert war nämlich prinzipiell kostenlos, es wurde aber um Spenden gebeten, auf die wir dann aufpassten und alle fröhlich begrüßten.
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Der Auftakt des Abends war so gleich auch mein persönliches Highlight! Die “Dakhka Khwaan Dancers”, die aus der betroffenen Gegend kommen, eröffneten mit ihren traditionellen Tänzen, was einfach nur beeindruckend war!
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Ich werde jetzt nicht auf jede einzelne Band eingehen, da es einfach zu viele wären aber hier noch ein „paar“ visuelle Eindrücke:
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Am Ende des Tages zählten Stefan und ich dann noch die Spenden und versiegelten diese. Wir hatten insgesamt über 4000 Dollar gesammelt, die in das Gerichtsverfahren gegen die Regierung fließen werden, was unglaublich ist, wenn man bedenkt, dass es eigentlich nur darum ging möglichst viele Menschen in einen Raum zubekommen und mal die Masse ein bisschen zu bewegen!
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Am Dienstag, als ich wieder arbeiten war, habe ich den Häuptling der „First Nation of Nacho Nyäk Dun“ kennen gelernt. Er führt das Gerichtsverfahren gegen die Regierung, und wusste gar nicht, wer das Konzert organisiert hat. Folglich habe ich mir mal seine Karte geben lassen und werde ihn mal mit Viktor in Verbindung bringen. Ich bin mal gespannt, was da die nächste Zeit noch so passieren wird!

Ich habe damals komplett vergessen, zu erwähnen, dass ich ich Bilder von: www.grantdouglasphotography.smugmug.com genommen habe, also alle Rechte von den Save the Peel-Bildern gehen wie gesagt dahin.

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