Von BC nach Yukon

Hey Leute,

mein letzter Post ist schon eine ganze Weile her, was zum einem an chronischer Unlust und zum anderen an dem Hund, der mein Ladekabel zerkaut hat, liegt.  Aber ich habe es jetzt tatsächlich geschafft mich zu motivieren, und mir den Laptop von Lars zu krallen und los zu schreiben.
Ich bin in zwischen in Haines Junction, Yukon Territories, wo ich zusammen mit Charlie und Lars von Prince George, beziehungsweise Longworth, aus innerhalb von zwei Tagen hin gefahren bin. Was jetzt aber schon zwei Wochen her ist. Aber ich muss ja irgendwo anfangen:

Wir sind morgens mit dem ersten Sonnenschein losgefahren und haben uns kaum waren wir in der Einfahrt erst mal auf dem neuen Schnee gedreht. An sich war die Fahrt des ersten Tages nicht wirklich ereignisreich. Die ersten zehn Stunden ist Lars durch gefahren und wir wollten so weit fahren wie möglich. Also bin ich danach noch weiter gefahren. Nach ungefähr vier weiteren Stunden Fahrt, merke ich dass ich langsam müde werde und registriere leider nicht mehr richtig, dass es immer glatter wird. Das Ergebnis war, dass wir uns eine Runde gedreht haben, was aber Gottseidank gut ausging, da weit und breit keiner war und wir kurz vor dem Seitenstreifen ausgeschlittert waren. Die letzten zwei Stunden Fahrt wurden daraufhin noch langsamer angegangen, bis wir schließlich in Dease Lake sind. Dort haben wir uns ein Hostel gesucht. Der Harken an dem Hostel war, dass es schon kurz vor Mitternacht war und dass wir nur eins gefunden hatten, das noch offen hatte und der Preis für EINE Nacht betrug 120$ und der Type an der Rezeption achtete wirklich darauf, dass das nur ein Einzelzimmer ist und Lars, der vorne eingecheckt ist, alleine aufs Zimmer geht, weshalb ich mich reinschleichen musste.
Am nächsten Tag ging es dann mit der Reise weiter über Whitehorse nach Haines Junction, wo wir ganz planmäßig donnerstags nach insgesamt 28 Stunden Fahrt und 1887 km ankamen. Landschaftlich ist die gesamte Strecke einfach nur ein unglaublich und man kann stundenlang fahren, ohne ein anderes Auto zu sehen. Hier ein paar Bilder:



Unser Rekord liegt bei über vier Stunden. Am zweiten Tag haben wir dann auch das „Yukonspiel“ eingeführt. Man schätzt einfach die Kilometer, die man fährt, bis man wieder auf ein Auto trifft. Das doofe an dem Spiel ist, dass man zwar richtig gelegen haben kann, aber einem trotzdem langweilig wird, da man 40km oder so geschätzt hat…
Also zurück zum geschehen. Wir kommen wie gesagt planmäßig an und werden von Ryan begrüßt, der total verwundert ist, dass wir tatsächlich so pünktlich sind, womit er nämlich nicht gerechnet hat und sind einfach nur froh, angekommen zu sein und fallen ins Bett.

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