Banff, Icefieldparkway und Longworth

Hey Leute,
ich habe endlich wieder Internet, das nicht nur angeblich da ist 😉 Und daher kommt jetzt der erste Teil der letzten Wochen:

Samstag 26.10. :

Nachdem wir die super bequemen Betten genossen haben, und es dann auch geschafft haben pünktlich aus dem Hotel auszuchecken, treffen wir uns mit Kevin und Johannes, die ich schon aus Vancouver kenne. Mit den beiden machen wir uns dann hoch auf einen Berg, der ziemlich in der Mitte von Banff ist, und von dem aus man die ganze Gegend überblicken kann.
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Oben angekommen müssen wir aber schon bald wieder runter, da Kevin den Greyhound Bus bekommen muss und wir beschließen uns das Dorf ein bisschen genauer anzuschauen und ein bisschen zu bummeln. Unsere besonderen Funde: einen weiteren Sticker fürs Auto und Schlafsacküberzüge, die unsere Schlafsäcke sozusagen nach außen hin isolieren und grob gesagt nochmal 10° mehr zu der jeweiligen Komfortzone hinzugeben. Da es natürlich gilt das gleich auszuprobieren, Zelten wir abends auf dem Campingplatz Tunnelmountain II. Zu der gemütlichen Runde am Feuer stoßen noch Johannes und Jill dazu.

Sonntag 27.10. :

Über Nacht hat es geschneit und wir müssen unser Zelt im Schnee abbauen. Dann werden schnell die Finanzen geregelt und es geht weiter den Icefield Parkway entlang nach Jasper und von dort aus nach Prince George/Longworth. Landschaftlich ist die gesamte Strecke einfach nur ein Hammer! Hier ein paar Bilder dazu 😉 :
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Als wir abends schließlich in Richtung Longworth abbiegen, finden wir uns irgendwo im Nirgendwo wieder, da auf dem Weg keine normale Tankstelle oder ein „richtiges“ Dorf ist. Eineinhalb Stunden folgen wir der Straße, bis wir endlich bei Gundula ankommen.
Unbenannt
Es ist inzwischen halb neun. Zunächst lernen wir die anderen WWOOFer Janina und Tim, sowie Gundula und ihre Tochter Fiona kennen. Dann essen wir noch schnell ein paar Nudeln, erzählen und gehen in die für uns bereit gestellten Betten.

Montag 27.10. :

Der Tag beginnt um halb neun mit einem ausgiebigen Frühstück, bei dem ich auch Gundulas Freund Robin kennen lerne, welcher der Anstoß ist, dass wir alle plötzlich Englisch reden. Denn abgesehen von ihm sind alle Deutsch oder reden zumindest fließend Deutsch.
Nach dem Frühstück gehen wir alle zusammen zum Postoffice, welches eines der kleinsten der Welt ist, und für uns nicht genug Platz hat. Zurück auf der Farm wird uns erst mal das Gelände gezeigt. Damit verbunden ist auch, dass wir die Arbeit für diesen Tag gezeigt bekommen. Wir sollen gefällte Bäume auf einen Haufen schichten, sodass diese verbrannt werden können – keine so schöne Arbeit, aber definitiv auch nicht die schlimmste! – Das Ganze hat im Endeffekt den Vormittag gedauert und wir wurden zum Essen gerufen und waren noch nicht fertig. Es hat aber echt Spaß gemacht, da wir, Charlie, Lars und ich, viel rumgealbert haben.
Das Essen, das aus einem Hauptgericht und Eis als Nachspeise besteht, schmeckt super und ich merke, wie ich mich richtig darüber freue mehr als nur Dosenessen oder Brot zu essen. Nach dem Essen machen wir eine Pause und dann geht’s los zu unserer Wochenaufgabe, Bohlen transportieren. Die Jungs die vor uns auf der Farm waren haben nämlich damit begonnen einen zweiten Weg zur Farm zu bauen, der im Frühjahr nicht so leicht vom Hochwasser ausgespült werden kann. Dieser Weg soll aus unbenutzten Bohlen der Bahn gebaut werden, die wir dann abholen und platzieren müssen. Nach dem Abendessen, das genauso lecker ist, wie das Mittagessen, darf ich Fiona vorlesen, was bei ihr eine Art Ritual vor dem Einschlafen ist. Danach geht es dann relativ schnell ins Bett.

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