Ein Tag am Meer

Wir haben vorgestern spontan beschlossen, in den Süden ans Meer zu fahren, und zwar nach Haines in Alaska. Folglich sind wir gestern Morgen früh los. Die Idee war, dass wir dahin fahren, um die Landschaft und besonders die Adler zu sehen, die um diese Zeit in Haines nach den letzten Lachsen jagen. Allerdings hat es schon kurz nachdem wir losgefahren sind angefangen, zu schneien, was dann auch bis abends anhielt. Die Hinfahrt wurde dementsprechend zu einer Schlitterpartie und wir kamen langsamer voran als erwartet.
img_0020
Nach ein paar Stunden waren wir dann aber endlich an der Grenze zu den USA und vor uns war tatsächlich nur ein einziges Auto. Charlie und Lars haben beide noch ihr Touristenvisum von ihrer Fahrt nach Seattle. Ich musste aber noch mit rein kommen und ein Formular ausfüllen, das besagt, dass ich keinen Terroranschlag ausüben werde, keine ansteckenden Krankheiten habe und mich an noch keinem Kind vergangen habe… Danach wurden noch meine Fingerabdrücke gespeichert und ein Foto gemacht. Trotz aller Erfahrungen, die wir drei mit den USA haben, waren die Beamten an der Grenze zur USA erstaunlich freundlich und ich habe mal wieder gemerkt, wie schön es hier im Norden ist!
Auf dem restlichen Weg nach Haines haben wir aber endlich unser erstes Tagesziel erreicht und konnten endlich Adler sehen.
IMG_0295
img_0028
yeah2
Von der Landschaft war leider nicht viel zu sehen, dafür habe ich aber das erste Mal Schnee am Meer gesehen.

Um die uns verbliebene Zeit sinnvoll zu nutzen, sind wir dann noch ein bisschen durch das Dorf gebummelt. Für die Verhältnisse hier ist Haines zwar groß, hat aber trotzdem nur 1300 Einwohner, weshalb es für mich definitiv noch als Dorf durch geht.
Der erste Laden, in dem wir waren, ist ein Geschäft in dem allerhand Dinge verkauft werden, die von den Einwohnern selbst hergestellt werden. Ich hätte mich Stunden in dem Laden aufhalten können, da ich immer mehr Sachen entdeckt habe, die mir gut gefallen. Am Schluss habe ich mich aber damit begnügt, mir einen Pinn und einen Patch zu kaufen. Dann sind wir noch ein bisschen weiter gezogen, haben nach Schuhen gesucht, sind aber nur mit warmen Socken nachhause gefahren. Die warmen Socken sind dafür aber super flauschig und super warm.
Der Rückweg war zwar noch verschneiter als der Hinweg, dafür aber nicht mehr so glatt, weshalb wir abgesehen von der Grenze gut durch gekommen sind. An der Grenze haben wir aber dann über eine Stunde gewartet, bis wir endlich durch waren, da vor uns so viele andere Autos waren.
Zuhause angekommen mussten wir dann aber feststellen, dass wir zwar den ganzen Tag im Schnee waren, Zuhause aber immer noch keiner liegt…

Kommentieren

*