Die ersten Tage im Yukon

In meinem letzten Eintrag habe ich erzählt, wie wir hier hingekommen sind. Jetzt werde ich „kurz“ zusammenfassen, wie die ersten paar Tage im Yukon Territorium verlaufen sind. Also an sich trifft das Motto, das wir von unserem Gastgeber Ryan gleich am ersten Tag gesagt bekommen haben, perfekt. Er meinte nämlich, dass wir jetzt erst mal relaxen sollen und es genießen sollen, dass wir da sind, da wir ja den ganzen Weg bis hier hin gefahren sind.
Dem entsprechend lief auch das erste Wochenende und die erste Woche ab, in der wir hauptsächlich entspannt, mit den Hunden gespielt und Gegend erkundet haben. Zu dem Entspannen brauche ich wohl nicht viel hinzuzufügen ;), aber zu den Hunden und der Gegend, muss ich auf jeden Fall ein paar Sätze loswerden.
Zunächst zu den Hunden: Ryan lebt hier mit drei Hunden, Luna und Vancouver, Alaska Malamutes

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und Kluane, einem Beagle Welpen.

Luna und Vancouver sind Schlittenhunde und dem entsprechend normaler weise draußen in ihren Käfigen. Mit den zwei zu spielen macht aber echt Spaß, da sie gut hören und einfach süß sind.
Im Vergleich zu den Beiden ist Kluane echt anstrengend, ständig auf Aufmerksamkeit aus und immer am durch die Gegend wuseln.

Und nun zum Wetter (und der Gegend 😉 ), das einfach nur unglaublich ist. Am Anfang war das Wetter noch schön warm, so um die null Grad, allerdings ohne Schnee. In der letzten Woche ging die Temperatur dann aber runter bis auf -35°C… Was einen Temperaturunterschied von gestern auf heute von 39° zur Folge hat und dafür sorgt, dass ich mir heute fast wie im Sommer vorgekommen bin…
Aber eigentlich wollte ich ja die Gegend beschreiben… Also, wir sind am Kluane Nationalpark, in dem die größten und höchsten Berge Kanadas sind und haben einen Gletscherblick von unserem Wohnzimmerfenster aus. Ich bin bis jetzt leider noch nicht zum Bilder machen gekommen, was ich aber in den nächsten Tagen nachholen werde und dann dem entsprechend auch hochlanden werde. Hier aber schon mal ein kleiner Vorgeschmack 😉 :
Unbenannt

Letzen Sonntag sind wir dann von Darren zum BBQ eingeladen worden.
-An dieser Stelle eine kurze Geschichte zur unglaublichen Freundlichkeit der Kanadier: Wir wollten ja am Anfang im Yukon WWOOFen, weshalb wir Darren angeschrieben haben, der hier in der Gegend eine Farm besitzt. Darren hat aber schon zwei WWOOFer dagehabt und hat deshalb keinen Platz, er hat aber gemeint, dass wir mal bei Ryan anrufen sollen, da dieser den Nacken gebrochen habe und Hilfe mit diverser Arbeit gebrauchen könnte, was wir dann auch getan haben und weshalb wir hier geendet sind. –
Wir sind also losgefahren um uns mit Darren zutreffen. Wie man sich ein BBQ vorstellt, haben wir damit gerechnet, dass es drinnen stattfindet, haben uns aber trotzdem unsere richtig warmen Jacken eingepackt, man weiß ja nie was hier so passiert. Bei Darren angekommen, haben sich Darren und dessen Tochter Jasper und Freund gerade startklar gemacht um eine Runde Hockey zu spielen und sind einfach davon ausgegangen, dass wir mitkommen, (nur um es kurz erwähnt zu haben… Ich bin noch nie Schlittschuh gelaufen und bin in dem Moment leicht nervös geworden, da ich nicht so wirklich wusste, was mich jetzt erwartet.) was wir dann auch gemacht haben und es hat echt viel Spaß gemacht! Das BBQ war natürlich trotz -30°C nicht drinnen, sondern in einem Tipi, was aber mit dem Lagerfeuer in der Mitte echt ein schönes, wenn auch leicht kühles Erlebnis war. Besonders da wir eine lustige Gruppe waren, Franzosen, Belgier, Schweizer, Deutsche, Québécois und das mitten im Yukon. Wir hatten an dem Abend natürlich keine Kamera dabei, aber die Bilder hier sind von Darrens Homepage und spiegeln den Abend ganz gut wieder:

Mein letzter Teil des heutigen Blogeintrags geht mal über was ganz anderes, wir waren gestern Abend nämlich auf einem Konzert, auf einem Hauskonzert mit zwei echt guten Musikern, die Blues und Country gespielt haben. Auch wenn ich am Anfang vielleicht ein bisschen skeptisch war, was die Musikrichtung angeht, hat es mir wirklich gut gefallen. Besonders schön fand ich es, dass viele von Ryans Nachbarn da waren und ich mein Englisch mal wieder ein bisschen auf die Probe stellen konnte.

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